Unterwegs in Deutschland

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Hallo ihr Lieben,

Es ist schon einiger Zeit her seit dem letzten Post. Ich hab dem Blog nicht aufgegeben sondern mir nur eine kleine Auszeit gegönnt. Die habe ich nämlich gebraucht um mich in meinem neuen Job einzuleben. Seit neuestem darf ich mich offiziell System-Designer nennen. Meine Aufgaben haben nicht viel mit dem graphischen Design zu tun, dennoch sind es sehr spannende Aufgaben, bei denen man viel Kreativität einbringen kann. Ich Mache den System-Design im Bereich Sprachbedienung. Für die meisten von Euch wahrscheinlich ein unbekanntes Gebiet. Deswegen möchte ich euch nicht lange damit langweilen. Eine schöne Abwechslung in meinem Alltag jedoch die gelegentlichen Geschäftsreisen durch die Republik. Obwohl diese keine große Abenteuer bieten finde ich immer Themen die mich beschäftigen. So auch das Heutige Thema – die Hauptstadt Berlin.

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Ich hatte in den letzten drei Monaten die Gelegenheit mir einige Ecken von der Hauptstadt anzuschauen und begeistert bin ich immer noch nicht. Auch wenn an der Stelle der eine oder andere von Euch enttäuscht sein wird, gehört die Hauptstadt nicht zu meine Lieblinge. Es sind die große Entfernungen, welche diese Stadt für mich unattraktiv machen, sowie die vielen Gegenden in denen meiner Meinung nach das Chaos die Oberhand genommen hat. Manche von diesen Viertel nennt man Szenenviertel – und jede Szene ist anders, jede Szene bietet Abwechslung und macht die Stadt interessanter und bunter. Jeder Berlin lebt mehr oder weniger in seinem Viertel – es gibt kein eindeutiges Zentrum. Die Berliner sind kreativ und innovativ – es herrscht das freie Denken, man fühlt sich frei. In manchen Fällen Meiner Meinung nach viel zu frei.

Wenn ich in Berlin unterwegs bin sehnt sich ein teil meiner halbschwäbische Seele an die Süddeutsche Ordnung und Sauberkeit. Und dann fragt man sich – wie kommt es denn zustande dass die Hauptstadt so anders als die restlichen deutschen Großstädte ist? Ist es die Anzahl der Einwohner, der ausländische Anteil oder doch die unbegrenzte Freiheit, welche für die Respektlosigkeit in den Öffentlichen Verkehrsmitteln führt? Ich persönlich würde mich nicht trauen in der überfüllten S-Bahn Pizza oder Dönner zu essen wenn das Verbotsschild über mein Kopf hängt. Und falls doch – würde ich es spätestens dann sein lassen, wenn mich mein Sitznachbar freundlich an die Regeln erinnert. Ich habe das Gefühl – in Berlin mischt sich keiner in die fremden Angelegenheiten an. Dort ist jeder frei zu tun und zu lassen was er will. Die Frage ist wann sollte man sich als Zuschauer einmischen? Was geht zu weit und was ist ok? Ich will hier klarstellen, dass ich auch kein Anhänger von all die schwäbischen Vorschriften bin. Mit Kehrwoche und Sonntagsfensterputzverbot kann ich nichts anfangen, aber auch nichts mit dönneressende und biertrinkende Menschen in der S-Bahn. Ein gesundes Mittelmaß ist gefragt und ich bin davon überzeugt dass Berlin auf dem Richtigen weg ist das zu finden. Seit den letzten Jahren ist es definitiv erwachsener geworden. Dennoch sollte man sich nicht hinter der Anonymität der Großstadt verbergen – mehr miteinander und mehr Verantwortung bei dem Einzelnen ist der richtige Weg. Was meint Ihr?

Mrs. Bräumelova

P.S.: Und nächstes Mal gibt’s wieder Abenteuer!

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